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Das Biomassekraftwerk in Flörsheim-Wicker wird zur Zeit angefahren, d.h., dass in den nächsten Tagen erstmals die zukünftige normale Betriebstemperatur erreicht wird. Wie der Geschäftsführer der Biomasse Rhein-Main GmbH, Gerd Mehler, mitteilte, wird dazu Heizöl eingesetzt. Voraussetzung dafür war die Einstellung der Brenner und der gesamten Feuerungstechnik. Dadurch kam es gelegentlich zu einer unvermeidlichen Rauchentwicklung.

Da während der Anfahrphase die Stromerzeugung noch nicht in Betrieb ist und damit auch die Turbine noch nicht genutzt wird, muss der anfallende Wasserdampf abgeblasen werden. Die damit verbundenen weißen Wasserdampffahnen waren in den letzten Tagen deutlich zu sehen.

Für den Probebetrieb des Biomassekraftwerks und die daran anschließende Aufnahme des Regelbetriebs sind in den vergangenen Monaten die dafür erforderliche Holzspäne zwischengelagert worden. Wie am vergangenen Wochen-ende festgestellt wurde, kam es in einer der Holzhalden zu einem „Verkohlungsprozess“, der in etwa den Vorgängen in einem Holzkohlemeiler entspricht. Am Sonntag wurde mit Unterstützung der Feuerwehr versucht, die dadurch entstandene Glut im inneren der betroffenen Holzhalde zu beseitigen. Dadurch entstand zeitweise ein deutlich wahrnehmbarer Geruch von „verkokeltem Holz“. Am Dienstag konnte die RMD mit eigenem Personal und Gerät die verbliebene Glut beseitigen.

Das erste „Holzfeuer“ im Biomassekraftwerk soll übrigens Ende dieser Woche gezündet werden. Gerd Mehler geht davon aus, dass ab der kommenden Woche sukzessive ein geregelter Betrieb des Biomassekraftwerks aufgenommen werden kann und damit alle sicht- und riechbaren Auswirkungen beendet sind.