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Landrat Berthold gab nach anfänglichen Schwierigkeiten an der Kletteranlage ein gutes Bild an der Außenwand des Biomassekraftwerks ab.  Foto: Hildegund Klockner

Landrat Berthold gab nach anfänglichen Schwierigkeiten an der Kletteranlage ein gutes Bild an der Außenwand des Biomassekraftwerks ab. Foto: Hildegund Klockner

Alle Informationen auf der Webseite zur Kletterwand.

Am 29. gab Deponie-Chef Gerd Mehler die Kletteranlage "Kraftwerk" an der Außenfassade des Biomassekraftwerks in Flörsheim-Wicker offiziell für die Kletterer des Rhein-Main-Gebiets frei.

Zahlreich war die politische Prominenz, die diese neue Attraktion am Regionalparkwegs gestern Mittag in Augenschein nehmen wollte. Immerhin wagten sich Landrat Berthold Gall und der Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher auch gleich als Seilschaft auf die leichteste der 80 möglichen Kletterrouten, bezeichnenderweise "Beamtensteig" getauft. Der leichte Absturz des Landrats an der Wand zu Beginn wurde aber gleich mit "Das war kein politischer" kommentiert.

Erster prominenter Kletterer war Reinhold Messner, der Schirmherr der Anlage, im November. Doch damit die Allgemeinheit diesen "boomenden Trendsport" seit heute ausüben kann, waren zusätzliche sicherheitstechnische Maßnahmen vorzunehmen. Ein Nutzungskonzept musste erarbeitet werden. Gerd Mehler freut sich über die zusätzliche Wiesenfläche in der knappen Außenanlage und: "Mit der Kletteranlage wird die Deponie ein weiteres Mal für nicht-deponie-typische Zwecke geöffnet."

Hans-Jürgen Hielscher weiß von dem großen Interesse, das gerade in Schulen und in der Jugendsozialarbeit an einer solchen Kletterwand herrscht. "Wir wollten nicht kleckern." In Wicker steht jetzt die größte Outdoor-Anlage in Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet. Wegen Naturschutzauflagen gibt es immer weniger Möglichkeiten, diesen Sport, der "30 Geräte im Fitness-Center ersetzt", an Felsen in der Natur auszuüben.

Chip und Nutzungsgebühr entbinden den Betreiber, die Main-Taunus-Recycling, von Haftungsansprüchen und sichern, dass die Nutzer die Sicherheitsbestimmungen kennen.

"Wir haben aber alles unternommen, dass es in dieser risikogeneigten Sportart zu keinen gravierenden Unfällen kommen wird", versicherte Hielscher dem "Premierenpublikum" am Freitag. Und er warb für die Schnupperkurse "Klettern unter Anleitung".

Quelle: Main-Spitze vom 30.04.2005

Hielscher informiert: Kletterwand in Wicker ab 30. April 2005 freigegeben

Mit so klingenden Namen wie "Beamtensteig" oder "Marterhorn" lockt die neue Kletterwand am Biomassekraftwerk in Flörsheim-Wicker ihre Besucher ab dem 30. April an. "Ab dem kommenden Wochenende geht's bei hoffentlich gutem Wetter jetzt hoch hinaus," freute sich der Erste Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR), Hans-Jürgen Hielscher bei der offiziellen Freigabe der Außenkletteranlage am Biomassekraftwerk auf der Deponie in Wicker.

Immerhin sei die Kletteranlage mit ihren 19 Metern eine der höchsten Anlagen dieser Art in Hessen. "Besonders in den Ballungsräumen werden attraktive und vor allem bezahlbare Klettermöglichkeiten gebraucht", erklärte Hielscher. Anfängern und fortgeschrittenen Kletterern werde sie ebenso wie Kindern, Jugendlichen und Gruppen für ein geringes Entgelt gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die Außenkletterwand sei eine neue Attraktion an der Regionalparkroute, erläutern Hielscher und Gerd Mehler, Geschäftsführer der MTR. Kletterfreunde im gesamten Rhein-Main-Gebiet hätten jetzt ein neues Terrain, ihrem Sport nachzugehen.

Bereits am 17. November 2004 wurde die Außenkletteranlage unter der Schirmherrschaft des Bergsteigers Reinhold Messner eingeweiht. Inzwischen wurden noch weitere Bauabschnitte fertiggestellt und der letzte Klettergriff noch kontrolliert und festgeschraubt.

Bis zu 80 Kletterrouten in allen Schwierigkeitsbereichen sowie ein sechs Meter herausragender Überhang führen bis zum Gipfel der Wand. Die Sicherungshaken an der 19 Meter hohen Wand seien dicht gesetzt und somit auch für Kletterkurse ideal, erläutert Hielscher. Die Voraussetzungen zur Benutzung der Wand seien wie an einem natürlichen Felsen, sagte Hielscher. Deshalb sei es unbedingt erforderlich, selbstständig mit eigener Ausrüstung zu klettern und auch die Sicherungstechniken zu beherrschen. Wer das Klettern einmal ausprobieren möchte, kann für fünf Euro an einem Schnupperkurs teilnehmen. Dabei wird auch das Material gestellt.

Die Kletteranlage befindet sich auf dem Deponiegelände an der B40 -neu- zwischen Hochheim und Wicker. Sie ist das ganze Jahr geöffnet, und zwar werktags ab 14 Uhr bis Sonnenuntergang und am Wochenende und den Feiertagen ab 10 Uhr bis Sonnenuntergang. Schulklassen und Gruppen können die Wand nach Voranmeldung, insbesondere von Montag bis Freitag zwischen 9 und 14 Uhr nutzen. Alle Anfragen nach Kurs- und Gruppenterminen nimmt das Kletterteam Marc Stellbogen (Tel. 0170 / 6317090) und Yusuf Murat Yalin (0170 / 6317091) entgegen.

Der Zugang zur Anlage ist mit einem codierten Chip möglich. Chip und Benutzungsausweis werden von der MTR ausgegegeben - gegen Zahlung von 25 Euro, in denen eine jährliche Nutzungsgebühr von 15 Euro enthalten sind. Dabei müssen vorgelegt werden: ein Passbild, eine Kopie des Personalausweises und der Einzahlungsbeleg für die Überweisung von 25 Euro auf das Konto der MTR (Taunus-Sparkasse, BLZ 512 500 00 Kto-Nr. 250 001 70) sowie die unterschriebene Anerkennung der Benutzungsordnung. Chip, Benutzungsordnung und Benutzungsausweis werden im Verwaltungsgebäude der MTR (Steinmühlenweg 5, 65439 Flörsheim) von Montag bis Donnerstag 9 bis 15 Uhr ausgegeben. Bei Einsendung der Unterlagen werden Benutzerausweis und Chip per Post zugestellt.

Alle Informationen sind auch auf der Webseite zur Kletterwand und unter der Telefonnummer 06145/9260-3011 abrufbar.