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Wie wird das Altholz eigentlich im Biomassekraftwerk verbrannt?
In unserer Aufbereitungsanlage wird das Altholz sortiert und dann geschreddert. Die Holzspäne werden in das Kraftwerk gebracht und dort im Kessel verbrannt.
Wie ist die Gestaltung des Baukörpers?
Das Gebäude des Biomassekraftwerks entstand direkt neben dem Technikgebäude der Deponie. Das 30 Meter hohe Kraftwerk ist farblich anspruchsvoll gestaltet und wird zusätzlich durch eine vom Regionalparkweg aus einsehbare 18 Meter hohe Frei-Kletterwand für die Nutzung durch die Öffentlichkeit aufgewertet. Mit der Farbgestaltung der Gesamtanlage und der gestalterischen Integration der Kletterwand wurde das Studio Friedrich Ernst von Garnier beauftragt.
Wie wirkt das Gebäude in der Landschaft?
Das Gebäude ist aus Richtung Massenheim und Wicker aufgrund der Sichtverschattung durch die Ablagerungskörper der Deponie nicht beziehungsweise nur eingeschränkt einsehbar sein. Die im Bereich des Ruhrgasdreiecks vorhandenen Durchblicke werden mittelfristig nach und nach durch die Endverfüllung der Deponie vermindert.
Warum ist der Schornstein des Biomassekraftwerks 40 Meter hoch?
Es wurde eine besonders aufwendige Technik installiert, darunter Rauchgasreinigungsanlagen nach dem neuesten Stand und zahlreiche Schutz- und Kontrolleinrichtungen. Durch die Höhe des Bauwerks musste der Schornstein entsprechend hoch ausgeführt werden. In der Umweltverträglichkeits-Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass praktisch alle Belastungswerte unterhalb der Bagatellgrenze liegen.
Wie werden die ausgestoßenen Schadstoffwerte überwacht?
Mit den modernsten Messmethoden und zu jeder Zeit. Neu ist, dass alle Bürger sich ständig hier im Internet über die aktuellen Werte informieren können.
Kann die beim Betrieb entstehende Abwärme genutzt werden?
Das ist denkbar, aber weite Transportwege sind wegen der Wärmeverluste nicht sinnvoll. Landwirtschaftliche Betriebe, wie Gewächshäuser oder Gewerbebetriebe, die sich im Hochheimer Gewerbegebiet ansiedeln, könnten sicher mit der Abwärme versorgt werden.
Was ist mit Luftschadstoffen beim Betrieb des Biomassekraftwerks?
Alle Gutachten beweisen eindrucksvoll, dass alle gesetzlich erlaubten Werte weit unterschritten werden.
Wie sieht es denn mit der Lärmbelastung durch den Betrieb des Biomassekraftwerks aus?
Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Lärm durch Flugzeuge und Straßenverkehr deutlich über den vorhandenen Deponiegeräuschen liegt. Im übrigen wird die Genehmigungsbehörde, falls die Grenzwerte nicht eingehalten werden sollten, fordern und durchsetzen, dass die Anlage entsprechend nachgerüstet wird. Außerdem kann sich schon heute jeder einen Eindruck vom Kraftwerkslärm machen, denn das bereits bestehende Deponiekraftwerk läuft rund um die Uhr und gibt genau so viel Lärm ab wie das geplante Biomassekraftwerk. Jeder kann von jedem Punkt der Gemarkung zu jeder Zeit feststellen, ob etwas zu hören ist.
Wird der Strom jetzt durch das Biomassekraftwerk preiswerter?
Das ist nicht der Fall, aber immerhin wird Ökostrom klimaverträglich produziert und ins Netz gegeben. Das ist für unser Klima und den Umweltschutz ein unschätzbarer Vorteil. Jeder Haushalt hat aber auch einen Vorteil durch die energetische Verwertung von Altholz. Durch die Einnahmen aus dem Stromverkauf wird die Verbrennung von Altholz im Biomassekraftwerk rund 130 Euro pro Tonne preiswerter als in der Müllverbrennungsanlage. Das schlägt sich natürlich in den Gebühren für die Müllbeseitigung nieder.
